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Nappersdorf
.....und eines tages war das dorf gefunden,
das dorf,
das bestandteil des zustandes war,
das dorf,
in dem die natur nicht dem menschen gegenüberstand,
und der mensch nicht der natur gegenüberstand,
in dem nur das nichts dem nichts
und das garnichts dem garnichts entgegentrat.
das dorf war eins mit sich selbst
und selbst war man eins mit dem dorf
für die umliegende gegend war das dorf nicht dorf,
für das dorf die gegend nicht gegend!
totale harmonie, soweit das auge reichte.
hier flossen bäche von wein,
alle unwirschen säfte versickerten ins nichts,
alles leben glänzte im edlen rebensaft.
die ersten gingen daran, es nappersdorf zu nennen.
bis dass der kater kam.

Amen


 

 
Einfach zum Nachschenken...

Vinosophisch betrachtet ist Nappersdorf-Kammersdorf keine Gemeinde, sondern ein Zustand! Dieser Zustand führt vom Galgenberg über den Thernberg zum Sauberg, über den Bockstall auf den Tetnhengst..............Dort macht der Zustand eine scharfe Kurve nach Nordwesten, wo er wieder auf den Galgenberg trifft, den Thernberg usw. Innerhalb dieser Linien herrschen Zustände, die landauf und landab als chaotisch bekannt sind. Sie unterscheiden sich wesentlich von den Zuständen im restlichen Weinviertel.

Geografisch gesehen ist Nappersdorf - als Teil dieses Zustandes - Bestandteil des Chaos. Wie wir aber alle wissen, hängt der Bestand von den Teilen ab, die seine Bestandteile bilden. Es gibt also kein Bestehen eines Bestandes ohne die bestehenden Teile, die den Bestand ausmachen. Die Abhängigkeit des Bestandes des Ganzen lässt scheinbar den Rückschluss auf die Abhängigkeit der Teile zu. Dieser Rückschluss darf aber nicht als schlüssig betrachtet werden. Sollte der Fall eintreten, dass der Zustand zerfällt, zerfällt zwangsläufig nicht auch das Chaos. Zwar ruiniert der Zerfall des Zustandes das Chaos, nicht aber seine Bestandteile! Ist doch logisch! Oder?

Merket liebe Leute: Auch wenn alles hin ist –

NAPPERSDORF BLEIBT EWIG BESTEHEN!!!